Schiltern - Kronsegg
Der Ortsname von Schiltern leitet sich von den Schildmachern her. "zen sciltarn" zu den Schildmachern. In den Urkunden finden wir die Bezeichnungen: Schiltarn; Siltarn; Schylltorn; und Schiltern. Von der alten Burg sind nur noch Mauerreste, die sogenannte "Zorimauer" (mhd. von Zarge, Sarg = Umfassung) erhalten geblieben. In der Mauer ist das "Fischgrätmuster" deutlich sichtbar. Ringsum ist noch der Wallgraben der Burg erkennbar. Auf annähernd gleicher Höhe liegt daneben die Pfarrkirche. Sie ist dem Hl. Pankraz geweiht. Ein hohes, einfaches Tonnengewölbe schließt den Kirchenraum ab. Sehenswert ist die, mit reichem Figurenschmuck versehene, Kanzel.
An der Hauptstraße liegt die, 1713 erbaute Pestkapelle mit einem achteckigen Turm mit Zwiebelhelm. Im Inneren sind zahlreiche Figuren von Pestheiligen. Davor stehen unter Blechbaldachinen drei überlebensgroße Figuren: Die Heiligen Leopold, Antonius und Margareta. Im gleichen Ensemble liegt der überdachte Aufgang zur Kirche, die Kirchenstiege. Im oberen Ortsteil liegt das Schloss Schiltern. Es war im Besitz der Grafen Aichelburg. Der letzte Besitzer Graf Aichelburg-Rumerskirch verkaufte den gesamten Besitz 1928 an die Stadtgemeinde Langenlois. Die Stadt verkaufte 1930 das Schloss an den Orden der Englischen Fräulein in Krems. Diese führten es als Schule, Kindergarten und Kinderheim fast 50 Jahre. Jetzt wird es als Psychosoziales Zentrum geführt. Gegenüber vom Schloss liegt der wunderbare Garten mit dem Gartenpavillon.
Ortsteil Kronsegg
Zu Schiltern gehört Kronsegg, eine geschichtlich bedeutsame Ansiedlung. Die Ruine Kronsegg war nach einer Zeichnung von Matthäus Vischer (1672) eine schmucke und wehrhafte Burg. Die Herren von Schad(en) bauen 1308 die Burgkapelle; 1411 wird ein Fritzersdorfer zu Kronsegg genannt; um 1680 v. Hackelberg. Noch 1730 wird berichtet, daá Zugbrücke, Pulver, Blei und Ausrüstung vorhanden waren. Gegenüber der Ruine Kronsegg liegt der Burgstall; jene geschichtliche Fluchtburg wo Funde aus der Bronze- und der Latènezeit Zeugnis früher Besiedlung geben.